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Elstal

WIR BLEIBEN!

NEWS

10.10.20

Im Folgenden lesen Sie die Reaktion der Mieterinitiative Elstal auf einen Antwortbrief des Bürgermeisters Herrn Schreiber. Seinen Antwortbrief erhielt eine Bewohnerin des Radelandberges Elstal am 08.10.20 (nachdem sie sich per Email beim Bürgermeister u.a. über die begonnene Bebauung der Grünflächen am Radelandberg beklagt hatte) und postete ihn auf Facebook. Den Antworttext des Bürgermeisters können Sie (im Originaltext) ebenfalls auf unserer Website lesen. 

Offener Brief an den Bürgermeister Elstal, den 10.10.2020 

Sehr geehrter Herr Schreiber, wir möchten Ihr Engagement loben, den merklich verärgerten Anwohner*innen am Radelandberg die aktuelle Situation zu erklären, wie auf der Elstaler Facebookseite kürzlich zu lesen war. Ihre Ausführungen irritieren uns aber, da sie die Arbeit der Mieterinitiative unsachlich und verzerrt darstellen und eine gewisse Herabwürdigung erkennen lassen, obwohl wir die Interessen hunderter Mieter*innen vertreten, was durch das Resultat unserer Unterschriftensammlungen von 2019 + 2020 unter Beweis gestellt wird. Ihren Vorwurf, dass wir „unsachgemäß“ und verfälscht über die Baupläne von C&P berichtet hätten, weisen wir zurück, da wir nur auf sehr eingeschränktes Bildmaterial zurückgreifen konnten, das von C&P u.a. in der von Ihnen angesprochenen Präsentationsveranstaltung bei der Ortsbeiratssitzung im Herbst 2019 gezeigt wurde bzw. im Internet zugänglich war. Da wir Ihnen dies bereits in der GVS am 25.08.20 mitteilten, sind wir uns noch nicht einig darüber, ob Ihre erneuten Äußerungen zu unserer Radeland-Unterschriftensammlung als eine gegen uns gerichtete Diffamierungskampagne gewertet werden kann. Sogar die anwesenden Gemeindevertreter*innen waren über die neuen Baupläne von C&P sehr überrascht, die Herr Schollän bei der GVS am 25.08.20 aus dem Hut zauberte. Mittlerweile haben wir auf Umwegen aktuelleres Bildmaterial bekommen, das wir bisher (Std.03.10.20) aber noch nicht im Internet auffinden konnten. Doch auch diese neuen abgespeckten Pläne schmälern das Entsetzen der Radeländer*innen und die Drangsal der Situation nicht. Wir hätten es sehr begrüßt, wenn Sie uns Bürger*innen kontinuierlich über Ihnen bekannte neue Baupläne von C&P informiert hätten. Seitens der Gemeindeverwaltung wurden keine Mitteilungen zum Bauplanungsverlauf an die Anlieger verteilt, deren Klagen zum Informationsmangel wir zu Hauf bei unserer Unterschriftenaktion hören mussten. Hier riss unser Bildmaterial unzählige Anwohner*innen erstmalig aus der Ruhe, erfuhren viele Nachbar*innen erstmals von Bebauungsabsichten und präsentierten uns unglaubliche Dementis, die Sie auf Anfrage bei verschiedenen Institutionen erhalten hatten. Deshalb bekräftigen wir unsere Bitte an die Gemeindeverwaltung um zukünftig mehr Transparenz, womit Sie Ihre Wertschätzung an uns und die Bevölkerung unter Beweis stellen würden. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei Ihnen dafür bedanken, dass auch Sie in der GVS am 25.08.20 dafür gestimmt haben, mit C&P Gespräche über mögliche Austauschflächen zu führen, und so den Protesten der Elstaler*innen gegen unschöne Entwicklungen der örtlichen Bauplanungen einen ehrenvollen Tribut zollten.

08.10.20

Betreff: Facebook Post des Bürgermeisters an Frau……. am Radelandberg (vom 08.10.20)

Sehr geehrte Frau…….(der Name ist der Mieterinitiative Elstal bekannt), ich habe Ihre Mail erhalten, in der Sie Ihren Unmut über Bautätigkeiten im Bereich Radelandberg deutlich machen. Dies kann ich durchaus verstehen, will Ihnen aber auch mitteilen, wie hier seit langer Zeit die Planungsrechtliche Situation ist und war. Am 18.07.2006 wurde dieser Bebauungsplan E12 durch die damalige Gemeindevertretung für diesen gesamten Bereich beschlossen und war seinerzeit durch den damaligen Projektentwickler und Grundstückseigentümer auch im Zusammenhang mit den damals sanierten ehemaligen Kasernengebäuden, welche ja heute alle bewohnt sind, entwickelt. Er beinhaltete aber eben auch alle diese Grundstücke zwischen den bisherigen Gebäudereihen, das war immer bekannt, aber sicherlich nicht so im Fokus , solange kein Interesse bestand daran. Es besteht hier also ein Baurecht, welches seit dem durch den Eigentümer jederzeit genutzt werden könnte, mit diesem Baurecht- welches rechtlich absolut verbindlich ist (das gilt nicht nur in Wustermark sondern generell) wurden die 3 Grundstücke dann 2017 an die Fa. C&P verkauft. Das betraf übrigens auch weitere Einzelflächen im Bereich der Kiefernsiedlung. Durch die Fa. C&P wurden dann für diese 3 Grundstücke jeweils passende Gebäudetypen entwickelt, die Größe und Höhe richtet sich generell nach den Vorgaben des Bebauungsplanes, der in diesem Fall wirklich enge Grenzen setzt, zumindest was das Maß der maximalen Bebauung betrifft. Das betrifft zum Beispiel die Geschossanzahl, hier nur 2 geschossig. Bei der Bebauungsfläche ist es bei diesen Grundstücken z.B. darauf begrenzt, dass max. 18- 22 % des Grundstückes bebaut werden dürfen, dass bedeutet sehr viel Grünflächen, jeweils notwendige Stellplätze und Spielplätze, die auch öffentlich genutzt werden können. Durch die Gemeinde wurde also 2006 das Bauplanungsrecht geschaffen, dieses ist nach oben zeitlich unbegrenzt und der Grundstückseigentümer hat darauf auch einen Rechtsanspruch, da Ihm bei der Grundstücksentwicklung (Altlasten, Erschließung, Planungskosten, Soziale Folgekosten (für Kitas und Schulen) erhebliche Kosten entstanden sind damals und dies auch immer Kostenkompensationsmaßnahmen waren, um z.B. die Kasernengebäude am Radelandberg zu sanieren und bewohnbar zu machen. 2019 wurden durch C&P hierzu die Bauanträge gestellt, welche dann 2020 alle 3 genehmigt wurden. Die Gemeinde konnte hier also nichts mehr veranlassen, da wir Planungsseitig nicht mehr einwirken konnten, da Baurecht vorlag und Baugenehmigungen erteilt sind- alles B- Plan konform. Im November 2019 wurden alle diese Planungen in einer Ortsbeiratssitzung intensiv und ausführlich auf Bitten des Ortsbeirates vorgestellt, auch die Baukörper in Ihrem Bereich wurden schon so präsentiert, was gebaut werden soll. Dort wurde auch erläutert, wie die Planungsrechtliche Situation ist und war. Dies war von allen Teilnehmern auch fachlich so verstanden- auch wenn es natürlich nicht immer auch so begrüßt wird, aber Planungsrecht aus der Vergangenheit war nun einmal der Wille damaliger Kommunalpolitik und auch so zu respektieren du ist auch heute noch Baurecht, das ist auch für mich als Bürgermeister und die Kommunalpolitik so verbindlich- auch uns gefällt die eine oder andere Entwicklung nicht immer, ist aber nicht ohne weiteres zu ändern. Zum gleichen Sachverhalt gab es ja die Unterschriftensammlung der Mieterinitiative, deren Arbeit ich ansonsten wirklich schätze und deren Intension auch unterstütze, wo es planerisch möglich ist.

auch uns gefällt die eine oder andere Entwicklung nicht immer, ist aber nicht ohne weiteres zu ändern. Zum gleichen Sachverhalt gab es ja die Unterschriftensammlung der Mieterinitiative, deren Arbeit ich ansonsten wirklich schätze und deren Intension auch unterstütze, wo es planerisch möglich ist. Zum gleichen Sachverhalt gab es ja die Unterschriftensammlung der Mieterinitiative, deren Arbeit ich ansonsten wirklich schätze und deren Intension auch unterstütze, wo es planerisch möglich ist. Dies führte ja zu einem Antrag der Fraktion Die Linke in der GV am 25.08.2020, wo dies dann ein emotional beratendes Thema war und in einem Prüfauftrag endete. Am Ende wurde aber festgestellt, dass hier Bauaufträge schon ausgelöst sind und die Umsetzung beginnt, die Genehmigungen sind ja da. Die Fa. C& P wird aber allen Einwohnern in Ihrem Bereich im Rahmen einer Vorstellung einmal aufzeigen, was tatsächlich geplant ist, dies weicht erheblich ab von dem, was Ihnen leider unsachgemäß durch die Initiative vorgestellt wurde. Es sind wesentlich kleiner Baukörper, es sind statt 83 nur ca. 40 Wohnungen und es sind nicht 5 Häuser sondern 3! Also erhebliche Unterschiede. Ärgerlich aus meiner persönlichen Sicht ist also, dass Ihnen, als engagierten Anwohnern, leider nicht die tatsächlichen Planungsstände mitgeteilt wurden, ebenso auch nicht die tatsächliche Situation bzgl. Baugenehmigungen. Dann wäre es deutlicher für Sie alle geworden, dass es hier nicht möglich ist zu sagen, wir beenden dies hier einfach… das ginge nicht. Das ist das, was mich schon etwas besorgt macht, da auch Sie sich damit, ohne es besser wissen zu können, Hoffnungen machten, durch Ihre Unterschriften noch etwas ändern zu können oder mich dazu aufzufordern. Hier hätte man im Vorfeld besser noch die Ist- Situation recherchieren sollen, dann hätten Sie sich darauf einstellen können und es wäre versachlicht gewesen. Das tut mir wirklich leid- für alle Einwohner. Die unterschrieben haben. Wir haben in der Gemeindevertretersitzung dies so auch öffentlich vorgestellt und auch der Mieterinitiative angeboten, dass diese sich zukünftig bitte vertrauensvoll an unser Rathaus wenden sollten, wenn es darum geht konkrete und verbindliche Informationen zu solchen Themen zu bekommen. Wir machen das gerne und die Mieterinitiative danke für das Angebot. In der Anlage sende ich Ihnen mal ein Bild der 2 Baukörper, die gebaut werden, der 3. Ist kleiner. Ich bin überzeugt, dass dies dann insgesamt trotzdem ein gutes Gesamtensemble wird, das sicherte auch die Fa. C&P zu, ebenso die gute Bauablaufabstimmung mit den Anwohnern. Es tut mir leid, Ihnen nicht ,wie vielleicht erwünscht, helfen zu können, aber ich hoffe, Ihnen mit meinen kurzen Informationen die tatsächliche Sachlage erläutert haben zu können. Dies können Sie auch gerne so kommunizieren, leider hatte die MAZ als Presse meine Hinweise in dieser Art, trotz meiner Bitte, nicht veröffentlicht. Für Rückfragen steht Ihnen auch mein Planungsamtsleiter Herr Schollän gerne zur Verfügung. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis, ich wünsche Ihnen einen schönen Abend aus Ihrem Rathaus. 

Mit freundlichen Grüßen ………………..

07.10.20

Liebe Mitstreiter*innen!
Am 27.08.2020 berichteten wir an dieser Stelle von der Gemeindevertretersitzung vom 25.08.20. An diesem Tag war es in Wustermark unter anderem um die Bebauung des Radelandberges durch die Firma C&P gegangen. Im Ergebnis wurde fast einstimmig ein Antrag angenommen, der die Gemeindeverwaltung beauftragt, ein persönliches Gespräch mit C&P zu führen, mit dem Ziel, auszuloten, ob C&P bereit wäre, die Häuser statt am Radelandberg an anderer Stelle in Elstal zu bauen.

Wie jetzt auf der letzten Gemeindevertretersitzung (6.10.20) zu erfahren war, wurde dieses Gespräch in der vergangenen Woche geführt.
Herr Schollän berichtete, dass es ein sehr konstruktives Gespräch gewesen sei, auf das sich die Vertreter von C&P ernsthaft vorbereitet hatten. Teilgenommen hat ebenfalls der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Herr Bank.

Zuerst :
Eine Verlegung des Ortes kommt nicht in Frage, da schon viel Geld investiert wurde, ein Generalunternehmer beauftragt wurde usw., so dass die Gemeinde hohe Kosten (mehrere Millionen) tragen müsste.

Aber :

C&P wurde sensibilisiert für die Sorgen und Ängste der Bewohner, wozu auch die Unterschriftensammlung beigetragen hat. So soll es eine Info – Veranstaltung geben mit Vorstellung des Projektes, ein verbessertes Begrünungskonzept, von dem auch die Bestandsmieter profitieren sollen und es sollen größere Bäume nachgepflanzt werden.

Bei aller Skepsis möchte ich nicht versäumen, ausdrücklich Herrn Schollän und der Gemeindeverwaltung Wustermark sowie allen Gemeindevertretern zu danken, die sich für die Interessen der Bewohner der Radelandsiedlung eingesetzt haben.

Die Aussicht auf die Bebauung der Grünflächen und den damit verbundenen Verlust der Bäume 
bleibt schmerzhaft. Zumal es genügend teure Wohnungen in Elstal gibt. Aber das ist schon wieder eine andere „Baustelle“!

Noch ein Wort an die Nachbarn am Radelandberg. 
Bereits jetzt haben Baumfällarbeiten begonnen. Außer Flatterband sichert bisher nichts die Baustelle! Bitte lassen Sie Ihre Kinder dort nicht spielen, auch weil niemand weiß, wo sich im Boden Schutt und Munitionsreste befinden könnten.

Bei der Gemeindevertretersitzung am Dienstag, 25.08.20, ging es in Wustermark unter anderem um die Bebauung des Radelandberges durch die Firma C&P. Im Vorfeld hatten bei einer Unterschriftensammlung der Mieterinitiative Elstal zum Thema „Keine weitere Verdichtung am Radelandberg !“ 222 Radeländer*innen unterschrieben, somit statistisch gesehen fast alle Anliegerhaushalte. Zusätzlich hatte die Mieterinitiative zu diesem Thema einen Brief an die Gemeindevertreter*innen und den Bürgermeister verschickt. Das Ergebnis der Unterschriftensammlung machte deutlich, welch große Hoffnung die Radeländer*Innen in eine Intervention der Gemeinde setzen, Gespräche mit C&P über die Möglichkeit von Ersatzgrundstücken zu führen, um die Bebauung der Grünflächen am Radelandberg zu verhindern.Im Sitzungsverlauf erfolgte die auch für die anwesenden Gemeindevertreter*Innen überraschende Mitteilung des stellvertretenden Bürgermeisters Herrn Schollän, dass bereits am Tag der Ortsbeiratssitzung am 04.08.20 die Bauanträge genehmigt worden waren (noch vor der Unterschriftenaktion und der Übergabe der Unterschriftenlisten an ihn am 18.08.20). Ebenso unerwartet präsentierte er dann einige inzwischen von C&P geänderte Gebäudeentwürfe (nun angeblich nur noch drei statt fünf Häuser und wohl etwas kleiner). https://www.cp-ag.at/news/immobilien-news/4-trees-buche 

Nach kontroverser Diskussion und Anhörung der Mieterinitiative kam schließlich zum Thema Radelandberg ein Antrag der Fraktion DIE LINKE zur Abstimmung, der (mit nur einer Enthaltung und in Abwesenheit der CDU) einstimmig angenommenen wurde. Auch der Bürgermeister stimmte dafür. Dieser hatte sich anfangs noch sehr distanziert und in seinen Ausführungen im TOP 2 (Bericht des Bürgermeisters) die Unterschriftenaktion zwar nicht erwähnt, später aber das Engagement der Mieterinitiative gelobt und Verständnis gezeigt. Mit der Abstimmung wurde die Gemeinde beauftragt, mit C&P über eventuelle Ersatzgrundstücke zu beraten, was die Mieterinitiative sehr begrüßte. Das Abstimmungsergebnis stellt ein erfreulich positives Signal der Gemeinde dar. Selbst wenn die Gespräche mit C&P nicht das von uns erhoffte Resultat bringen sollten, war unser aller Einsatz ganz und gar nicht umsonst. Denn wir haben gezeigt, dass sich die Einwohner*innen hier nicht alles gefallen lassen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren! Wir waren einfach zu spät dran, da uns in den vergangenen Monaten seitens der Gemeinde der Eindruck vermittelt wurde, gegen das Bauprojekt der C&P am Radelandberg nichts mehr unternehmen zu können. Wir hoffen, dass sich in Zukunft solche Entwicklungen durch mehr Transparenz und bessere Kommunikation unter den Verantwortlichen vermeiden lassen.

Liebe Mitstreiter* innen, liebe Interessierte,

in der vergangenen Woche führten Mitglieder der Mieterinitiative Elstal in der Radelandsiedlung eine Unterschriften – Sammelaktion durch. Damit wollten wir die letzte Chance nutzen, die geplante Bebauung der Grünflächen am Radelandberg zu verhindern. Getreu dem Motto „Wer nicht kämpft, hat schon verloren! „(Wer noch nicht weiß, worum es geht, einfach mal auf die Homepage der C&P schauen.) Ein großer Dank geht an alle, die geduldig von Tür zu Tür gegangen sind und an alle, die die Sache durch ihre Unterschrift unterstützt haben! Insgesamt haben in der kurzen Zeit 239 Nachbarn unterschrieben, davon 222 aus der Radelandsiedlung. Heute nun, am 18.8.20, haben wir im Rathaus dem stellv. Bürgermeister die Listen übergeben.

 

Wir hoffen jetzt auf die Unterstützung der Gemeindeverwaltung und der Gemeindevertreter. Am 25.8. wird das Thema Radelandsiedlung in der Gemeindevertretersitzung behandelt. Dieses Mal ist es extrem wichtig, dass möglichst viele Bürger *innen als Gäste an der Sitzung teilnehmen, um den Gemeindevertretern klar zu machen, wie wichtig das Thema für uns ist! Nur mit Euch vor Ort hat die Sache Aussicht auf Erfolg! Infos dazu finden Sie unter ratsinfo.wustermark.de, Termine, Gremien, Tagesordnung etc.

Wir sehen uns!

 

Herzliche Grüße

Petra

Mieterinitiative und Linke fordern: Keine weitere Verdichtung der Wohnsiedlungen

Eine Unterschriftenaktion gegen die Bebauung freier Grundstücke in der Eulenspiegel- und Scharnhorstsiedlung sowie in der Radelandbergsiedlung haben Mitglieder der Elstaler Mieterinitiative begonnen. Die Wustermarker Linken bringen dazu Anträge in die Gemeindevertretersitzung ein.

Ein Hallo an alle Mitglieder, Freunde und Sympathisanten der Mieterinitiative Elstal.

 

Jetzt, nachdem die Eulenspiegel/Scharnhorstsiedlung an die Deutsche Wohnen verkauft sind,
genauer gesagt an ein Tochterunternehmen, die GSW und sich somit unsere schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet haben,
konzentrieren wir unsere Aktivitäten darauf, eine Milieuschutzsatzung für die erwähnten Siedlungsteile zu erreichen.

Somit haben sich unsere Bemühungen ein lebenswertes, bezahlbares Wohnen für die Mieter zu erhalten auf eine andere Schiene verlagert. Die Deutsche Wohnen und damit die GSW werden, weil profitorientiert, nicht offen und direkt ihre Rendite erhöhen. Das wird versteckt über sich stark erhöhende Nebenkosten erfolgen.


Deshalb der Appell an alle betreffenden Mieter/innen aufmerksam die Dinge zu verfolgen, die sich im und um das Haus herum abspielen.

Notfalls mit Datum und Uhrzeit erfassen bzw. dokumentieren wie oft und intensiv die Treppenreinigung erfolgt,
wie oft erfolgt der Rasen-bzw Heckenschnitt und welche ungewöhnlichen Maßnahmen noch so unternommen werden
mit denen Betriebskosten exorbitant in die Höhe getrieben werden können.

Hier sind alle gefragt um mitzumachen und wachsamen Auges der GSW Paroli zu bieten und auch der beginnenden Miterverdrängung Einhalt zu gebieten.

1-jähriges Jubiläum der Mieterinitiative Elstal

Vor einem Jahr, am 22.05.2019, gründete sich die Mieterinitiative Elstal. Auslöser waren Gerüchte über den geplanten Verkauf der Scharnhorst- und Eulenspiegelsiedlung an die „Deutsche Wohnen“ (DW). Dies veranlaßte die Mieterinitiative zu zahlreichen Projekten und Auftritten in der Öffentlichkeit. Der Roburbus wurde von uns nach Elstal eingeladen, Wahlprüfsteine an die Landtagswahlkandidaten verschickt, ein Kandidatenforum in der Aula der Elstaler Schule organisiert und eine Unterschriftensammlung zum Thema „Gegen Verdichtung und Miethaie“ durchgeführt. Darüber hinaus starteten wir 2019 eine an den Kreistag des HVL gerichtete Onlinepetition zum Thema „…Förderung von genossenschaftlichem Wohnen und Schaffung von sozialem und bezahlbarem Wohnraum…“. 

Es folgten mehrere Demonstrationen und Flyer, um auf die unbefriedigende Situation der Elstaler Mieter*innen aufmerksam zu machen. Regelmäßig besuchten wir Sitzungen von Gemeindevertretung und Ortsbeirat und stellten Fragen zu aktuellen ortspolitischen Maßnahmen und Erfordernissen bei der Wohnungsplanung. Auch in den von der Presse gesuchten Interviews mit uns hatten wir die Möglichkeit, für die Nöte und Ängste der Mieter*innen Gehör zu finden. 

Trotz wiederholter Dementierung der DW auf mehrere Nachfragen hin wurde der Verkauf der Eulenspiegel- und Scharnhorstsiedlung an eine Tochtergesellschaft der „Deutsche Wohnen“ nun zum 01.04.2020 vollzogen. Dies zeigt uns umso mehr, wie Wachsamkeit, Präsenz und Engagement bei Fragen im Umgang mit Mietwohnungen und Bauplanungen auch weiterhin nötig sein werden. Da zahlreiche Bebauungspläne Urgestein aus von vor über 10 Jahren darstellen, die der aktuellen Wohnungs- und Umweltsituation nicht mehr gerecht werden, ist aus unserer Sicht eine Überprüfung geboten. Diese Einschätzung teilen wir mit zahlreichen Ortspolitikern. Auch die Antworten des Bürgermeisters auf unsere Fragen bei der GVS am 12.05.20 zu bisherigen und geplanten Maßnahmen zur Förderung von sozialem und bezahlbarem Wohnraum ließen Übereinstimmung mit einigen unserer Sichtweisen erkennen. 

Für die Zukunft ist dies eine sehr erfreuliche und konstruktive Basis. Um auch weiterhin an die Interessen der Mieter*innen zu erinnern, streben wir noch mehr Präsenz der Mieterinitiative auf zukünftigen Gemeindefesten und Veranstaltungen an. Wir wünschen uns im Interesse der Einwohner*innen weiterhin offene Ohren bei der Gemeindeverwaltung und den Ortsbeirats- und Gemeindevertreter*innen für die bestehenden Probleme und bedanken uns für das bisherige Engagement.

Liebe Mitstreiter*innen! Liebe Nachbar*innen!

In den letzten Tagen wurden die Fragebögen zu den geplanten Milieuschutzsatzungen in der Eulenspiegel-, Scharnhorst- und der Kiefernsiedlung sowie am Radelandberg verteilt. Viele von Ihnen werden sie bereits ausgefüllt und zurück geschickt haben. Alle anderen möchten wir herzlich darum bitten, dies noch zu tun. Überzeugen Sie auch Ihre Nachbarn, die vielleicht noch nicht verstanden haben, wofür das gut sein soll und wie wichtig das ist. Sie wissen vielleicht , Milieuschutzsatzungen sollen Mietsteigerungen, z. B. durch unnötige oder Luxusmodernisierungen, entgegenwirken. Instandsetzungsmaßnahmen sind davon ausgenommen. Damit soll verhindert werden, dass durch solche Maßnahmen Menschen aus ihrem Wohnumfeld verdrängt werden. Lesen Sie dazu auch den Artikel in der BRAWO.

Haben Sie oder Ihre Nachbarn in den betreffenden Siedlungen vielleicht versehentlich keinen Fragebogen erhalten oder benötigen Hilfe beim Ausfüllen? Dann schreiben Sie uns bitte einfach, wir kümmern uns darum und helfen gerne. Einfach eine kurze Rückmeldung an Mieterinitiative@gmx.de oder auf Facebook.

Miethaie nicht willkommen

„Stiller Protest“ der Mieterinitiative Elstal anlässlich des Neujahrsempfangs des Bürgermeisters in Wustermark am 24.1.20

Neujahrsempfang des Landrates in Semlin am 17.01.20

Foto: Uwe Hoffmann

Wer ist die Mieterinitiative Elstal?

Die Mieterinitiative Elstal ist ein Zusammenschluss von Elstaler Mietern , die sich gegen die stark steigenden Mieten und die Übernahme der Siedlungen durch Miethaie zur Wehr setzen.


Wir sind gegen die geplante Verdichtung mit Luxuswohnungen und daraus resultierender Zerstörung von Grünflächen und deren Tierwelt.


Dafür wollen wir uns vernetzen und die Kommunalpolitiker mit ins Boot nehmen!
Noch sind wir ganz am Anfang, aber wir werden mehr und wir werden wahrgenommen!

Was wir fordern:

Erhaltung von bezahlbarem Wohnraum, statt Vertreibung der Mieter!
Übernahme von Wohnungen und Grundstücken in kommunale Hand, statt Verkauf an MIETHAIE!
Den Schutz der bestehenden Grünflächen, statt weiterer Verdichtung der Wohnsiedlungen!
Die Durchführung überfälliger Instandhaltungs-maßnahmen, statt Verschlechterung der Wohnqualität für die Mieter!

Kontakt

Treffpunkt

Karl-Liebknecht-Platz
14641 Wustermark

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"Wer nicht kämpft, hat schon verloren!"

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